Dermatologie & Allergologie
Scharlach: Diagnose
Scharlach (Syn.: Scarlatina)
Definition
Durch Streptokokken-Toxin hervorgerufene Erkrankung mit Exanthem, Tonsillitis, Himbeerzunge und schwerem Verlauf.
![]() Scharlach-Zunge (mit freundlicher Genehmigung Roche AG) |
![]() Scharlach-Exanthem (mit freundlicher Genehmigung Roche AG) |
Ätiologie
Pyrogenes Exotoxin oder erythrogenes Toxin A, B und C der Streptokokken der Gruppe A. Initiale Infektion ist zumeist eine Pharyngitis.
Übertragung
Tröpfchen- oder Kontaktinfektion
Inkubationzeit
2 bis 4 Tage
Epidemiologie
Inzidenz
Häufig bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren, bei Erwachsenen nur selten
Klinik
Beginn mit Pharyngitis/Tonsillitis mit Exsudat und Petechien am weichen Gaumen. Fieber bis 40°C, Erbrechen, weißlich belegte Zunge. Exanthem beginnt an Hals und Brust, Hände und Füße bleiben frei. Gelegentlich Sandpapier-Textur an Läsionen und Himbeerzunge, regionale Lymphknotenschwellung. Exanthem dauert 6 bis 9 Tage mit nachfolgender Schuppung (Beginn an Gesicht und Rumpf).
Atypische Formen: Puerpuralscharlach (im Wochenbett), traumatischer Scharlach, Scharlachtyphoid.
Diagnose
Nachweis von hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A im Rachenabstrich, Serologie.
Leukozytose, Eosinophilie, Lymphopenie, weißer Dermographismus.
Differentialdiagnose
Masern, Röteln, toxische Exantheme










