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Dermatologie & Allergologie

Scharlach: Diagnose

Scharlach (Syn.: Scarlatina)

Definition

Durch Streptokokken-Toxin hervorgerufene Erkrankung mit Exanthem, Tonsillitis, Himbeerzunge und schwerem Verlauf.

scharlach01_r.jpg
Scharlach-Zunge
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
scharlach02_r.jpg
Scharlach-Exanthem
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)

Ätiologie

Pyrogenes Exotoxin oder erythrogenes Toxin A, B und C der Streptokokken der Gruppe A. Initiale Infektion ist zumeist eine Pharyngitis.

Übertragung

Tröpfchen- oder Kontaktinfektion

Inkubationzeit

2 bis 4 Tage

Epidemiologie

Inzidenz

Häufig bei Kindern zwischen 2 und 10 Jahren, bei Erwachsenen nur selten

Klinik

Beginn mit Pharyngitis/Tonsillitis mit Exsudat und Petechien am weichen Gaumen. Fieber bis 40°C, Erbrechen, weißlich belegte Zunge. Exanthem beginnt an Hals und Brust, Hände und Füße bleiben frei. Gelegentlich Sandpapier-Textur an Läsionen und Himbeerzunge, regionale Lymphknotenschwellung. Exanthem dauert 6 bis 9 Tage mit nachfolgender Schuppung (Beginn an Gesicht und Rumpf).

Atypische Formen: Puerpuralscharlach (im Wochenbett), traumatischer Scharlach, Scharlachtyphoid.

Diagnose

Nachweis von hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A im Rachenabstrich, Serologie.
Leukozytose, Eosinophilie, Lymphopenie, weißer Dermographismus.

Differentialdiagnose

Masern, Röteln, toxische Exantheme

scharlach.gif

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Letztes Update:11 März, 2009 - 11:08